Versicherung in der Schweiz, einfach erklärt.

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Von Grundlagen bis Spezialfällen — klare Antworten, ohne Fachchinesisch.

Die Grundversicherung (KVG) ist in der Schweiz für alle Personen mit Wohnsitz obligatorisch. Sie deckt die wichtigsten medizinischen Leistungen ab: Arztbesuche, Spitalaufenthalte, Medikamente, Notfälle und Mutterschaft. Ohne Grundversicherung riskierst du hohe Bussen und musst trotzdem alle Behandlungskosten selbst tragen.

Die Franchise ist der Betrag, den du pro Jahr selbst bezahlst, bevor die Versicherung einspringt (300–2500 CHF). Niedrige Franchise = höhere Prämien, aber weniger Eigenkosten bei Krankheit. Hohe Franchise = niedrigere Prämien, aber mehr Eigenkosten. Faustregel: Gehst du oft zum Arzt? Wähle 300 CHF. Bist du selten krank? 2500 CHF kann sich lohnen.

Premium: Freie Arztwahl, höchste Prämien. Hausarzt: Zuerst zum Hausarzt, dann Überweisung, ca. 15% günstiger. HMO: Behandlung in Gruppenpraxis, ca. 20% günstiger. Telmed: Erst telefonische Beratung, dann Arztbesuch, ca. 10% günstiger. Die Grundleistungen sind bei allen Modellen identisch.

Ja — deine Kündigung muss bis am 30. November bei deiner Kasse eintreffen, dann wechselst du per 1. Januar. Franchise und Sparmodell kannst du ebenfalls auf den 1. Januar anpassen. Wichtig: Die Aufnahme in die Grundversicherung ist garantiert — keine Kasse darf dich ablehnen. Achtung bei Zusatzversicherungen: Dort zuerst die Zusage der neuen Kasse abwarten, dann kündigen. Kündigung und Anmeldung übernehmen wir für dich.

Zusatzversicherungen sind freiwillig, aber oft sinnvoll. Sie decken Leistungen ab, die nicht in der Grundversicherung enthalten sind: Zahnbehandlungen, Brillen, Alternativmedizin, bessere Spitalzimmer, Auslandschutz. Ob du sie brauchst, hängt von deinen Bedürfnissen und deinem Budget ab.

Zahnversicherungen kosten ca. 15–40 CHF/Monat und decken 50–75% der Kosten. Wichtig: Wartezeiten von 6–12 Monaten, bestehende Probleme sind nicht gedeckt. Lohnt sich vor allem bei regelmässigen Kontrollen und wenn grössere Behandlungen anstehen. Alternativ: Geld sparen für Zahnkosten.

Spitalzusatz ermöglicht Ein- oder Zweibettzimmer, freie Spitalwahl und Chefarztbehandlung. Kosten: ca. 30–100 CHF/Monat je nach Leistung. Halbprivat (Zweibett) ist meist ausreichend und günstiger als Privat (Einbett). Wichtig bei planbaren Operationen und wenn Komfort wichtig ist.

Keine gesetzliche Pflicht — aber praktisch jeder Vermieter verlangt sie, und ehrlich: Sie ist die vielleicht wichtigste freiwillige Versicherung überhaupt. Sie zahlt, wenn du versehentlich anderen Schaden zufügst — vom Rotweinglas auf dem Teppich der Nachbarin bis zum Velounfall mit Personenschaden. Kosten: rund 100–150 CHF pro Jahr, in Kombination mit Hausrat oft günstiger. Eine Police deckt in der Regel den ganzen Haushalt, Kinder inklusive.

Ja — Mieterschäden sind sogar der häufigste Fall: der Kratzer im Parkett, das gesprungene Lavabo, der Brandfleck auf der Arbeitsplatte. Normale Abnutzung geht auf den Vermieter, selbstverschuldete Schäden auf dich — und genau dafür ist die Haftpflicht da. Beim Auszug bist du froh, sie zu haben.

Teilweise, ja: Berufsunfälle sind ab dem ersten Arbeitstag über den Arbeitgeber gedeckt. Arbeitest du mindestens 8 Stunden pro Woche beim gleichen Arbeitgeber, sind auch Freizeitunfälle versichert — dann kannst du den Unfall in deiner Krankenkasse ausschliessen und sparst Prämie. Arbeitest du weniger oder bist du nicht angestellt, muss der Unfall zwingend in deine Krankenversicherung eingeschlossen sein. Jola prüft in 2 Minuten, was bei dir gilt.

Hausratversicherung schützt dein Eigentum in der Wohnung: Möbel, Elektronik, Kleider, etc. Deckt ab: Einbruch, Feuer, Wasserschäden, Vandalismus. Kosten: ca. 150–400 CHF/Jahr je nach Wert. Wichtig für Mieter! Eigenheimbesitzer haben oft schon Schutz über Gebäudeversicherung.

Gebäudeversicherung ist für Eigenheimbesitzer obligatorisch (kantonal geregelt). Schützt vor: Feuer, Sturm, Hagel, Wasserschäden, Elementarschäden. Kosten: 0.1–0.3% des Gebäudewerts pro Jahr. Meist über kantonale Gebäudeversicherung, in einigen Kantonen auch private Anbieter möglich.

Wasserschäden sind häufig und teuer! Hausrat zahlt für beschädigte Gegenstände, Gebäudeversicherung für Bauschäden. Wichtig: Sofort melden, Schäden dokumentieren, Ursache abstellen. Leitungswasser ist meist gedeckt, Hochwasser nur mit Elementarschutz. Präventive Massnahmen können Prämien senken.

Haftpflichtversicherung ist obligatorisch für alle Fahrzeuge. Mindestdeckung: 100 Mio. CHF für Personenschäden, 20 Mio. CHF für Sachschäden. Kosten: 400–1200 CHF/Jahr je nach Auto, Alter, Wohnort. Kasko ist freiwillig, aber bei Leasing/Kredit meist Pflicht.

Teilkasko: Diebstahl, Brand, Hagel, Glasbruch, Wildschäden (ca. 200–600 CHF/Jahr). Vollkasko: Zusätzlich selbstverschuldete Unfälle, Vandalismus (ca. 800–2000 CHF/Jahr). Faustregel: Vollkasko bei Autos unter 8 Jahren oder über 15'000 CHF Wert. Bei älteren Autos oft nur Teilkasko sinnvoll.

Das Prinzip: Schadenfreie Jahre senken deine Prämie Stufe um Stufe, ein Schaden wirft dich zurück. Die genauen Stufen und Prozente sind bei jedem Versicherer anders — genau darum lohnt sich der Vergleich. Faustregel bleibt: Kleinschäden manchmal selbst zahlen, bevor du jahrelang höhere Prämien trägst. Jola rechnet dir beides durch.

Rechtsschutz übernimmt Anwalts- und Gerichtskosten bei Rechtsstreitigkeiten. Sinnvoll bei: Mietstreitigkeiten, Arbeitsrecht, Verkehrsunfällen, Nachbarschaftsstreit. Kosten: 150–400 CHF/Jahr. Wichtig: meist Wartezeiten von 1–3 Monaten je nach Rechtsgebiet, bestehende Streitigkeiten nicht gedeckt. Oft günstiger als ein einziger Anwalt.

Gedeckt: Vertragsrecht, Arbeitsrecht, Mietrecht, Verkehrsrecht, Strafrecht (als Opfer). Nicht gedeckt: Familienrecht (Scheidung), Steuerrecht, Baurecht, vorsätzliche Straftaten. Deckungssumme meist 300'000–1 Mio. CHF. Selbstbehalt: 200–500 CHF pro Fall. Telefonische Rechtsberatung oft inklusive.

Wichtigste: Reiseannullierung (bei Krankheit vor Reise), Auslandskrankenversicherung (Behandlung + Rücktransport), Gepäckversicherung. Kosten: 30–150 CHF pro Reise oder 150–300 CHF/Jahr für Jahrespolice. Bei teuren Reisen oder Vorerkrankungen besonders wichtig.

Jahrespolice lohnt sich ab 2–3 Reisen pro Jahr. Deckt alle Reisen bis zu einer bestimmten Dauer ab (meist 45–90 Tage). Einzelreiseversicherung für seltene oder sehr lange Reisen. Achtung: Maximale Reisedauer und Destinationen prüfen. USA/Kanada oft teurer.

Tierkrankenversicherung deckt Tierarztkosten ab. Kosten: 200–800 CHF/Jahr je nach Tier und Deckung. Sinnvoll bei: Jungen Tieren, teuren Rassen, chronischen Krankheiten. Wichtig: Wartezeiten, Alterslimits, Ausschlüsse beachten. Alternative: Geld für Tierarztkosten sparen.

Hundehaftpflicht ist in den meisten Kantonen obligatorisch! Deckt Schäden ab, die dein Hund verursacht: Bissverletzungen, Sachschäden, etc. Kosten: 50–150 CHF/Jahr. Deckungssumme: meist 1–5 Mio. CHF. Auch für «harmlose» Hunde Pflicht. Ohne Versicherung drohen je nach Kanton Bussen.

Kurz erklärt: Säule 1 ist die AHV (staatlich, sichert das Existenzminimum). Säule 2 ist die Pensionskasse (beruflich, zusammen mit der AHV ca. 60% deines letzten Lohns). Säule 3 ist deine private Vorsorge — sie schliesst die Lücke zu deinem gewohnten Lebensstandard. Je früher du mit der Säule 3 startest, desto stärker arbeitet der Zinseszins für dich. Unsere Berater zeigen dir deine persönliche Vorsorgelücke — kostenlos.

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Die Risikoversicherung ist reiner Schutz: Stirbst du, erhält deine Familie die vereinbarte Summe — günstig und sinnvoll bei Kindern oder Hypothek. Die Sparversicherung (oft als 3a/3b) kombiniert Schutz mit Vermögensaufbau — teurer, dafür mit Steuervorteilen und garantiertem Kapital oder Fondsanlage. Was passt, hängt von deiner Situation ab — genau dafür sind unsere Berater da, ohne Verkaufsdruck.

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Lebensversicherung sinnvoll bei: Familie mit Kindern, Hypothek, Geschäftspartner. Risikoversicherung: Reiner Todesfallschutz, günstig (50–200 CHF/Jahr). Kapitalversicherung: Sparen + Schutz, teurer aber steuerlich absetzbar. 3. Säule oft bessere Alternative für Vorsorge.

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3. Säule 3a: Gebundene Vorsorge, steuerlich voll absetzbar (max. 7'258 CHF/Jahr — Stand 2026, der Betrag wird jährlich angepasst), Auszahlung frühestens 5 Jahre vor Pension. 3. Säule 3b: Freie Vorsorge, flexibler, weniger Steuervorteile. 3a meist günstiger und steuerlich attraktiver für Angestellte.

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Voll absetzbar: Säule 3a (max. 7'258 CHF/Jahr, Stand 2026 — wird jährlich angepasst). Kranken- und Lebensversicherungsprämien fallen unter den Versicherungs-Pauschalabzug — der ist begrenzt und bei den meisten schon durch die Krankenkassenprämien ausgeschöpft. Nicht absetzbar: Hausrat, Auto, Rechtsschutz. Der grösste Steuerhebel bleibt klar die 3a.

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3. Säule 3a: Maximal 7'258 CHF/Jahr einzahlen für maximale Steuerersparnis (Stand 2026 — der Betrag wird jährlich angepasst). Mehrere Konten/Policen für gestaffelte Auszahlung sinnvoll. Vergleich: Bankkonto (flexibel, niedrige Zinsen) vs. Versicherung (höhere Rendite, Todesfallschutz). Früh anfangen wegen Zinseszinseffekt!

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Pflicht, sobald du Mitarbeitende hast: Unfallversicherung (UVG) und ab einem Jahreslohn von rund 22'700 CHF die Pensionskasse (BVG). Dringend empfohlen: Betriebshaftpflicht, Krankentaggeld (KTG) und eine Sachversicherung für Inventar und Waren. Klingt nach viel? Unsere Berater bauen dir das passende Paket — persönlich, VBV-zertifiziert, und du zahlst dafür nichts.

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Sie zahlt den Lohn weiter, wenn du oder deine Mitarbeitenden länger krank sind — üblich sind 80% des Lohns während bis zu 730 Tagen. Gesetzlich nicht zwingend, aber faktisch Standard: Ohne KTG trägst du als Arbeitgeber die Lohnfortzahlung selbst, und die kann schnell existenzbedrohend werden. Für Selbstständige sichert sie das eigene Einkommen ab — oft der blinde Fleck Nummer eins.

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Schäden, die dein Unternehmen Dritten zufügt: Personen- und Sachschäden durch deine Arbeit, deine Produkte oder deine Räumlichkeiten. Viele Auftraggeber verlangen sie, bevor sie überhaupt mit dir arbeiten — sie ist also nicht nur Schutz, sondern Türöffner. Prämie und Deckung hängen stark von Branche und Umsatz ab.

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Mehr, als viele denken: Du bist nicht automatisch unfallversichert (Unfall in die Krankenkasse einschliessen oder freiwillige UVG!), hast keine Pensionskasse und kein Krankentaggeld. Dafür kannst du ohne Pensionskasse bis zu 20% deines Einkommens in die Säule 3a einzahlen (max. rund 36'000 CHF/Jahr, Stand 2026). Unsere Berater gehen deine Situation Punkt für Punkt durch — damit nichts Existenzielles offen bleibt.

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Für bestimmte Berufe gesetzlich oder standesrechtlich vorgeschrieben (z.B. Ärzte, Anwälte) — für die meisten anderen Selbstständigen dringend empfohlen, weil ein einziger Beratungsfehler richtig teuer werden kann. Viele Auftraggeber verlangen sie zudem vertraglich. Kosten: je nach Beruf und Deckung sehr unterschiedlich — unsere Berater rechnen dir das konkret aus.

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Cyber-Versicherung schützt vor digitalen Risiken: Identitätsdiebstahl, Cyber-Mobbing, Datenwiederherstellung, Online-Betrug. Kosten: 100–300 CHF/Jahr. Besonders wichtig bei: Online-Shopping, Social Media, Home Office. Deckt auch Kosten für IT-Forensik und Rechtsberatung bei Cyber-Angriffen. Cyber vermitteln wir aktuell nicht — wenn du sie brauchst, sagt dir Jola ehrlich, wo du sie findest.

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Schaden sofort melden (meist 24–48h Frist)! Dokumentation: Fotos, Zeugen, Polizeibericht bei Diebstahl. Nichts wegwerfen vor Freigabe. Bei Einbruch: Polizei rufen, Liste gestohlener Gegenstände mit Kaufbelegen. Bei Wasserschäden: Ursache sofort abstellen, Schäden begrenzen.

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Bei Ablehnung: Begründung schriftlich verlangen, Widerspruch einlegen (meist 30 Tage Frist), Beweise sammeln, unabhängigen Experten beiziehen. Ombudsstelle der Versicherungen ist kostenlos. Bei grossen Schäden: Anwalt konsultieren. Rechtsschutzversicherung hilft bei Streitigkeiten.

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